Kinderadoption im Ausland. Wie die Adoption außerhalb Deutschlands verläuft.

Kinderadoption im Ausland, alle Nuancen und Feinheiten dieses Prozesses. Die Hauptbedingungen für Adoption im Ausland sind: der Adoptierende soll unbegrenzt funktionsfähig und mindestens 25 Jahre alt sein. Für Adoption eines Kindes sollen viele Formalitäten beachtet und viele Instanzen durchgegangen werden.
Bei einer gemeinsamen Adoption von beiden Eheleuten soll einer von ihnen mindestens 25 Jahre alt und der andere mindestens 21 Jahre alt sein. Die beiden Eheleute dürfen ein Kind nur zusammen adoptieren. Eine Kinderadoption außerhalb Deutschlands hat oft andere Voraussetzungen und Folgen als eine Adoption nach dem deutschen Recht. Die Gesetzgebung mancher Länder erlaubt, zum Beispiel, eine Kinderadoption Ausländern prinzipiell nicht, aber zu denen gehören Russland, die Ukraine, China, Indien nicht.

 

Wen muss man um Kindadoption im Ausland ansprechen?

Die Bewerber um eine Adoption sollen zuerst ein zuständiges Organ in einer Landesjugendamt oder eine entsprechende Agentur bei einem Jugendamt um eine entsprechende Auskunft ansprechen.

Dabei sollen sich die Bewerber für ein bestimmtes Land, in dem das Kind geboren ist oder im Moment lebt, entscheiden. Danach kommt eine Überprüfung der Bewerber auf ihre Adoptionseignung. Diese Überprüfung wird auch von dem Jugendamt, das eine Begutachtung über Adoptionseignung nach der durchgeführten Überprüfung ausfertigt, durchgeführt. Diese Begutachtung wird auf eine bestimmte Sprache des Landes, aus dem die Bewerber ein Kind adoptieren wollen, übersetzt. Danach wird die Begutachtung über Adoptionseignung zu einem Auslandsadoptionsamt gesendet. Dabei muss man berücksichtigen, dass die Kinderadoption im Ausland nicht nur von einem Staatsamt sondern auch von einer privaten Organisation mit Konzession durchgeführt werden kann.

Nach einer entsprechenden Überprüfung aller Papiere sendet das ausländische Adoptionsamt oder die entsprechende private Organisation ein konkretes Adoptionsangebot dem deutschen Amt. Dieses Angebot wird wieder von dem deutschen Amt geprüft und mit den Bewerbern besprochen. Wenn sie mit einer Adoption eines bestimmten Kindes einverstanden sind, wird die Adoption in der Heimat des Kindes nach ihrer Gesetzgebung durchgeführt.

Vor der Einfahrt des Kindes nach Deutschland gibt die Botschaft Deutschlands in diesem Land entsprechende Dokumente für die Einfahrt des Kindes in das Land aus. Dafür wird auch die Einwilligung des Ausländeramtes benötigt. Sobald diese Einwilligung erhalten ist, bekommt das Kind ein deutsches Einfahrtsvisum in der deutschen Botschaft in dem Land, wo es lebt. Falls die Adoption des Kindes in seiner Heimat nicht durchgeführt worden ist, wird sie von einem deutschen Gericht nach einer bestimmten Probezeit verordnet.

 

Wenn ich ein Kind adoptieren will, darf ich mich an private Adoptionsorganisationen wenden?

Ja. Nach der neuen Hagen-Vereinbarung über Kinderadoption dürfen private Organisationen Adoptionsdienstleistungen anstatt Staatsämter anbieten. Solche Organisationen sollen einen Erlaubnisschein haben und werden vom Staat kontrolliert. Der Alter eines Adoptivkindes soll 18 Jahre nicht überschreiten. Für die Länder, die die Hagen-Vereinbarung unterzeichnet haben, gibt es keine Beschränkungen betreffs seines Aufenthaltslandes.

 

Welche Voraussetzungen für eine Kindesadoption im Ausland gibt es nach der Hagen-Vereinbarung?

Nach §4 der Vereinbarung kann die Adoption nur dann erfolgen, wenn die zuständigen Organe des Aufenthaltslandes des Kindes feststellen, dass das bestimmte Kind adoptiert werden kann und eine internationale Adoption zum Wohl des Kindes wirkt. Es wird auch geprüft, ob die Eltern des Kindes mit seiner Adoption einverstanden sind und die Bewerber zu der Adoption geeignet sind.

 

Darf das Adoptivkind über seine Herkunft erfahren?

Das im Ausland adoptierte Kind darf über seine leibliche Eltern erfahren. Die entsprechenden Organe sollen die Akte mit Information über Herkunft des Kindes, Persönlichkeiten seiner Eltern, Krankheitsgeschichten aufbewahren. Wenn das Adoptivkind ein Alter von 16 Jahren erreicht, darf es Einsicht in diese Akte nehmen. Die Akte soll 60 Jahre vom Tag der Geburt des Kindes aufbewahrt werden.

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